Jubel­nde MTV Spiel­er und rat­lose Geg­n­er aus Wald­girmes. So kann man die Momen­tauf­nahme nach dem ersten Auswärtsspiel der ersten Her­ren­mannschaft beschreiben. Doch was war passiert?

Die Lud­wigs­burg­er reis­ten am ver­gan­genen Sam­stag nach Lah­nau in Hes­sen, um dort ihr erstes Auswärtsspiel zu bestre­it­en. Nach ein­er ca. zweistündi­gen Fahrt, bei der man Frank­furt passierte, liefen die Jungs um Coach Racky in ein­er neuen unbekan­nten Halle ein. Jet­zt galt es, die Fahrt hin­ter sich zu lassen und sich auf das Spiel vorzu­bere­it­en. Gast­ge­ber war der TV Wald­girmes, der in der let­zten Sai­son den zweit­en Platz belegte.

Die Barock­städter, die mit 9 Mann anreis­ten, starteten fast mit exakt gle­ich­er Auf­stel­lung wie beim Sieg gegen den SV Fell­bach. Lediglich der eigentliche Auße­nan­greifer Pas­cal Win­ter erset­zte den ver­hin­derten Markus Stern auf der Diagonalposition.

Der MTV begann den Satz motiviert und befre­it, da man als Under­dog keinen Druck ver­spürte. Und wie schon let­zte Woche legte die gesamte Mannschaft einen starken Beginn hin. Bis zur Satzmitte kon­nte sich keine Mannschaft abset­zen. Eine starke Annahme und klug verteilte Pässe von Stef­fen Hauß­mann sorgten dann für einen 20:16 Vor­sprung für die Gäste. Dieser wack­elte als der Geg­n­er noch ein­mal auf 21:20 her­ankam. Doch in der Crunch-Time kon­nten wieder klare Punk­te erzielt und somit der Satz mit 25:23 gewon­nen werden.

Es war klar, dass hier heute etwas gehen kann. Satz zwei begann wieder sehr aus­geglichen. Die Mannschaften punk­teten regelmäßig bei geg­ner­ischem Auf­schlag. Aber wieder waren es die Lud­wigs­burg­er Schlag­män­ner, die fehler­freier und kon­se­quenter agierten. Der geg­ner­ische Train­er musste seine zwei Auszeit­en bei 12:14 und 20:22 aus Sicht der Gast­ge­ber nehmen. Wirkung zeigten diese keine. Die Auße­nan­greifer Nils Lud­wig und Tin Tom­ic sowie Diag­o­nal­spiel­er Win­ter punk­teten zuver­läs­sig. Zudem kon­nte der Block um Tim Ziegler geg­ner­ische Angriffe entschei­dend entschär­fen und damit den eige­nen Punk­t­gewinn ermöglichen. Ergeb­nis dieser Leis­tung war der Satzgewinn mit 25:23.

Es lag eine Sen­sa­tion in der Luft. Nach ein­er 10 minüti­gen Pause ging es mit Satz 3 weit­er. Jed­er warnte vor dem Geg­n­er, der sich in heimis­ch­er Halle nicht mit 0:3 abspeisen lassen möchte. Konzen­tra­tion und Fokus wur­den immer wieder genan­nt. Die Gast­ge­ber war­fen alles in die Waagschale um den Satz zu gewin­nen. Doch die von Bernd Neuf­fer geführte Abwehr ließ kaum einen Ball auf den Boden fall­en. Der Geg­n­er wurde immer rat­los­er. Doch bis zum 15:14 aus Sicht der Barock­städter war nichts entsch­ieden. Dann kam Lud­wig zum Auf­schlag. Er spielte sich in einen Rausch und traf jeden sein­er Sprun­gauf­schläge, sodass die Gast­ge­ber keinen Punkt erzie­len kon­nten. Plöt­zlich stand es 22:15! Die faust­dicke Über­raschung war fast per­fekt. Die Zuschauer in der Halle kon­nten nicht glauben was hier passiert. Die let­zten drei Punk­te wur­den schnell einge­fahren und Satz 3 ging mit 25:16 an den MTV.

Die jubel­nden Spiel­er und die rat­losen Geg­n­er standen noch hin­ter dem Feld und warteten auf das Ergeb­nis der MVP-Wahl, die Pas­cal Win­ter für sich entschei­den kon­nte. Aber beim Inter­view machte er klar, dass „jed­er in der Mannschaft hätte MVP wer­den können“.

Coach Racky fand fol­gende Worte zum Spiel: „ Geil. Der Schlüs­sel zum Sieg war die annäh­ernd per­fek­te Abwehrleis­tung. Zusam­men mit der sta­bilen Annahme kon­nten alle Angreifer vari­abel einge­set­zt wer­den, was es dem Geg­n­er unmöglich gemacht hat, sein eigenes Block-Abwehsys­tem aufzubauen. Logis­ches Resul­tat war der ver­di­ente 3:0 Sieg“.

Näch­ste Woche spie­len die Barock­städter wieder in der Ferne. Es geht am Son­ntag, den 13.10 zum Mitauf­steiger TV Feld­kirchen, das eben­falls in Hes­sen liegt. Es gilt den Schwung mitzunehmen, um dort ein gutes Spiel abzuliefern.

Für den MTV spiel­ten: Hauß­mann, Lud­wig, Neuf­fer, Scha­ef­fers, Sal­va­tore, Thumm, Tom­ic, Win­ter, Ziegler

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