Der Favorit hat für klare Verhältnisse gesorgt: Die Barock Volleys MTV Ludwigsburg unterlagen dem VfB Friedrichshafen am Mittwochabend im dritten Spiel des Playoff-Viertelfinals deutlich mit 0:3 (18:25, 20:25, 19:25).
Damit haben sich die Häfler in der Serie „Best of three“ mit 2:1‑Siegen durchgesetzt und stehen im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Schon am Samstag beginnt für den VfB in Berlin die Halbfinalserie gegen den aktuellen Deutschen Meister BR Volleys. „Ich bin glücklich — die Jungs waren von Beginn an bereit, fokussiert und immer da, wo sie sein sollten“, sagte Friedrichhafens Trainer Adam Swaczyna und lobte den Gegner: „Ich habe großen Respekt davor, wie Ludwigsburg kämpft und spielt.“
Friedrichshafen ließ von Beginn an keine Zweifel aufkommen, wer als Sieger vom Feld gehen will. Ludwigsburg dagegen kam nur schwer ins Spiel und konnte von der Aufschlaglinie kaum Druck ausüben. Der Friedrichshafener Sieg war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Die Analyse von Ludwigsburgs Trainer Hasse Mattila fiel klar aus: „Wir hatten heute nur wenig Chancen. Friedrichshafen war sehr aggressiv, hat sehr gut aufgeschlagen und war stark im Angriff.“
Barock Volleys beenden eine überragende erste Bundesliga-Saison
Auf Ludwigsburger Seite trat kurz nach dem Schlusspfiff die Niederlage schnell in den Hintergrund und der Stolz auf das Erreichte überwog: „Es war eine unglaubliche Saison für einen Aufsteiger und ich bin sehr stolz auf die Spieler und auf die Organisation“, sagte Hasse Mattila, „es ist großartig, wie der Verein diese erste Saison gemeistert hat.“
Auch Kapitän Ben-Simon Bonin betonte die positive Entwicklung der vergangenen Monate: „Wir haben eine Saison gespielt, die Seltenheitswert hat: Als Aufsteiger direkt die Playoffs zu erreichen, kommt nicht oft vor. Natürlich tut es weh zu verlieren, aber am Ende schauen wir auf das größere Bild und den Aufwärtstrend mit dem Höhepunkt in unserem letzten Heimspiel mit dem ersten Playoff-Sieg vor ausverkaufter Halle – das ist phänomenal. Auch wenn es heute gegen das Topteam VfB nicht gereicht hat, können wir insgesamt mehr als zufrieden sein.“
Als einziges Team zwangen die Ludwigsburger im Playoff-Viertelfinale einen der Topvereine in ein drittes Entscheidungsspiel – und verabschieden sich damit von einer überragenden ersten Saison in der Bundesliga.
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