Und wieder gab es ein Geburt­stagsständ­chen: Am Ende feierte das Pub­likum in der gut gefüll­ten Lud­wigs­burg­er Innen­stadt­sporthalle nicht nur den 31. Geburt­stag von „Oldie“ Pas­cal Win­ter, son­dern auch eine sou­veräne Vorstel­lung der Barock Volleys MTV Lud­wigs­burg beim 3:0‑Sieg (25:15, 25:21, 25:19) gegen die Vol­ley Goats Mitteldeutschland. 

Mit dem vierten Sieg im sech­sten Spiel der 1. Vol­ley­ball-Bun­desli­ga ste­ht der Auf­steiger aus Lud­wigs­burg aktuell nun auf Tabel­len­platz vier. Her­aus­ra­gen­der Spiel­er auf Seit­en der Barock Volleys war Kapitän Ben-Simon Bonin, der mit ins­ge­samt 16 Punk­ten sein Team zum Sieg führte und in wichti­gen Sit­u­a­tio­nen voran ging. Alle Lud­wigs­burg­er Angreifer liefer­ten eine außergewöhn­liche Leis­tung: Die Angriff­squote des gesamten Teams belief sich auf 67 Prozent

„Wir waren gut vor­bere­it­et und haben einen guten Zugriff auf den Geg­n­er gefun­den. Ich bin glück­lich heute vor allem mit dem Heim­pub­likum, das uns immer unter­stützt hat und uns in entschei­den­den Phasen einen wichti­gen Push gegeben hat“, erk­lärte der 22-jährige Bonin nach der Par­tie. „Entschei­dend war unsere Block-Abwehr. Wir waren gut vor­bere­it­et und haben die nötige Ruhe gehabt, auch in nicht so guten Phasen.“ Mit­tel­block­er Philipp Her­rmann nan­nte drei Gründe für den Sieg: „Heimkulisse, geile Stim­mung und harte Arbeit. Wir haben die ganze Woche auf das Spiel hingear­beit­et und heute Gas gegeben vor der großar­ti­gen Kulisse“, so der 22-Jährige.

Kein Vor­beikom­men am Lud­wigs­burg­er Block

Gle­ich im ersten Satz ging es in die Vollen: Die Barock Volleys starteten mit voller Energie vor allem über die Außen­po­si­tio­nen, allen voran Kapitän Ben-Simon Bonin über­nahm gle­ich zu Beginn Ver­ant­wor­tung und punk­tete. Zus­piel­er Tomi Saari­nen kon­nte dank sta­bil­er Annahme von Libero Jef­frey Klok alle Angreifer vari­abel ein­set­zen. Mit­tel­block­er Jan Huber brachte mit zwei Assen ab Satzmitte seine Mannschaft in eine kom­fort­able Führung. Beim Stand von 18:13 ver­suchte Vol­ley-Goats-Train­er Chris­t­ian Imhoff mit dem Dop­pel­wech­sel neue Impulse zu set­zen. Doch für die Gäste gab es kein Vor­beikom­men am Lud­wigs­burg­er Block. Die Barock Volleys baut­en ihren Vor­sprung weit­er zum 21:13 aus. Lud­wigs­burgs Auße­nan­greifer Bonin und Tim Köpfli punk­teten zuver­läs­sig. Der erste Durch­gang ging mit einem klaren 25:15 an die Gastgeber.

In Satz zwei gestal­teten die Vol­ley Goats das Spiel bis zum 12:11 aus­geglichen, bevor die Barock Volleys den Druck vor allem über Diag­o­nalan­greifer Nyherowo Omene erhöht­en und auf 14:11 davonziehen kon­nten. Doch die Goats kämpften sich nochmal auf 19:18 her­an. In der Crunchtime behielt Lud­wigs­burg kühlen Kopf und zog zum 23:19 davon und brachte auch den zweit­en Durch­gang sou­verän mit 25:21 nachhause.

Satz 3 ganz ähn­lich: umkämpfte Ball­wech­sel oft mit dem besseren Ende für Lud­wigs­burg. Vor allem die Mit­tel­block­er Jan Huber und Philipp Her­rmann kon­nten über Mitte immer wieder Akzente set­zen. Beim 15:15-Ausgleich nahm Lud­wigs­burgs Train­er Has­se Mat­ti­la die Auszeit. Mit Erfolg: Her­rmann und Nyherowo Omene führten ihre Mannschaft zum 17:15. In der Crunchtime kam keine Span­nung mehr auf: Nach dem 22:18 punk­tete Bonin mit einem schö­nen Pipe-Angriff, bevor Nyherowo Omene den Block zumachte und mit dem Match­ball das Spiel beendete.