Beim Auswärtsspiel in Stuttgart-Vai­hin­gen blieben die Her­ren 3 des MTV am ver­gan­genen Son­ntag gegen den TSV G.A Stuttgart 4 zum drit­ten Mal in Folge unbe­siegt. Den­noch trübt das Resul­tat die Freude über den Erfolg, weil die Lud­wigs­burg­er nur zwei der drei möglichen Punk­te mit­nehmen konnten.

Mit elf Spiel­ern angereist, war die Mannschaft um Train­er Ralph Schanz schon vor Spiel­be­ginn gewarnt. Die Stuttgarter hat­ten bere­its let­zte Woche beim Mit­fa­voriten in Walden­burg fast gepunk­tet und bewiesen auch im ersten Spiel des Tages Ner­ven­stärke, als sie einen dro­hen­den Punk­tver­lust mit 34:32 im vierten Satz abwendeten.

Konzen­tra­tion war gefordert. Und Konzen­tra­tion wurde geliefert. Gle­ich zu Beginn der Par­tie set­zte Adri­an Thomys mit präzisem Zus­piel vor allem seine Außen­spiel­er Ben­jamin Ritschel und Sebas­t­ian Knapp in Szene, deren Angriffe ein ums andere Mal am geg­ner­ischen Dop­pel­block vor­bei im Feld ein­schlu­gen und den Stuttgartern keine Abwehrchance ließen. Über­raschen­der­weise wurde die schnelle 1:5‑Führung der Gäste durch eine Auf­schlagserie des TSV nicht nur egal­isiert, son­dern sog­ar mit 11:6 in eine Führung ver­wan­delt. Unbeein­druckt hielt der MTV seine Konzen­tra­tion aufrecht und punk­tete sou­verän bis zum Satzgewinn mit 21:25.

Ab ging es auch im zweit­en Durch­gang. Nach ein­er 3:6‑Führung und neun Punk­ten bei Auf­schlag Thomys stand ein kom­fort­abler Lud­wigs­burg­er 8:17-Vorsprung zu Buche. Daraufhin schal­teten die Gäste einen Gang zurück. Zu früh, wie sich zeigte. Ein Fehler, der das gesamte Spiel verän­derte. Denn der TSV schenk­te nicht ab und holte auf, Punkt für Punkt. Train­er Ralph Schanz han­delte, doch auch zwei Auszeit­en und ein Spiel­er­wech­sel fruchteten nicht mehr entschei­dend. Auch noch ins­ge­samt vier Satzbälle wehrten die Stuttgarter ab, bevor sie sich mit 30:28 den Satzaus­gle­ich sich­ern konnten.

Es brauchte ein Weile bis der MTV den Schock ver­daut hat­te. Ben­jamin Ritschels druck­volle Auf­schläge beim Stand von 8:4 für die Haush­er­ren kamen daher zur recht­en Zeit. Anschließend zeigte die Anzeigetafel 8:15. Und die zum drit­ten Satz eingewech­sel­ten Pas­cal Hüb­n­er im Zus­piel und Libero Simon Reisen sta­bil­isierten das Lud­wigs­burg­er Spiel wieder. Auch Simon Knecht agierte erfol­gre­ich mit seinen Angrif­f­en und gutem Block. Dies­mal behiel­ten die Gäste ihre Führung bis zum 18:25 und damit zur 1:2‑Satzführung.

Im vierten Durch­gang wehrte sich Stuttgart vehe­ment gegen die dro­hende Nieder­lage. Keine der bei­den Mannschaften erspielte sich einen deut­lichen Vor­sprung und so wahrten sich bis zum Stand von 20:20 bei­de Mannschaften ihre Chan­cen. Wie schon im zweit­en Satz waren es in dieser Phase erneut die Lud­wigs­burg­er, die ihre spielerischen Möglichkeit­en zu oft ungenutzt ließen. Stuttgart zog davon und sicherte sich nach einem ins Aus geschla­ge­nen Angriff des MTV mit 25:22 wieder den Satzaus­gle­ich, dies­mal zum 2:2.

Im Tie-Break stand der TSV dann von Anfang an unter Druck. Die Gäste aus Lud­wigs­burg starteten gut und die Zwis­chen­stände aus Stuttgarter Sicht von 0:4 und 4:9 reicht­en am Ende für den 10:15 Satzgewinn und damit für den Sieg des MTV.

Es wäre mehr drin gewe­sen für die Her­ren 3, auch wenn auswärts zumin­d­est ein Sieg und zwei Punk­te erspielt wur­den. Doch eben­so hat Konkur­rent Kleininger­sheim in Geißel­hardt einen Punkt gelassen. Das Auf­stiegsren­nen bleibt also bis zum Saiso­nende eine span­nende Angelegenheit.

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